Aldi plant --  und alle springen?

Wie viele  Bauplätze braucht  Aldi noch in unserer Stadt? Handel ist Wandel, so sagt man und Aldi nimmt das, auch in Bezug auf Standorte, offensichtlich wörtlich. Angefangen einst in der Clausthaler City, dann Neubau an der Altenauer Straße und seit 2005 auf dem ehemaligen Zellerfelder Schützenplatz. Über 10 Jahre  wurden von Aldi sogar zwei Filialen in unserer Stadt betrieben, doch jetzt  konzentriert man sich offensichtlich auf einen  Neubau am alten Bahnhof, ganz nach dem Motto größer – schöner – besser!

Vor 2 Jahren schien es noch so, als ob man sich an der Altenauer Straße baulich verändern wollte, zumindest wiesen eine Zeit lang riesengroße Bauankündigungsgerüste darauf hin. Der Konzern überlegte es sich aber offenbar und hat für ein neues Verkaufskonzept andere Pläne geschmiedet.

Von Nord bis Süd reißt Aldi vielerorts alte Filialen ab und baut neu. Etliche Millionen hat Aldi für dieses neue Konzept eingeplant und es entstehen neue Filialen in völlig anderen Dimensionen.   Wenn es noch beim Abriss bliebe und an gleicher Stelle wieder neu gebaut würde, so wäre aus städtebaulicher Sicht der „Stock“ für Rat und Verwaltung nicht ganz so hoch zum drüber springen, obwohl auch dies gut überlegt sein muss.
Aldi plant inzwischen seinen 4. Standort in CLZ  und die Halbwertzeit des Betreibens der Filialen wird immer kürzer.
Wie hieß es so schön im Jahre 2005 in der GZ: „Wo Aldi ist, spielt die Musik“!
Aus jenem Grund siedelte sich damals  auch Rewe in Zellerfeld  an. Wäre bei einem Weggang  von Aldi  evtl. auch Rewe geneigt, sich ebenfalls am alten Bahnhof anzusiedeln? Wenn das o.g. Zitat weiterhin Gültigkeit hat, so ist das zu befürchten.
So gesehen muss sich Rat und Stadt überlegen, welch ein Stein mit einer Genehmigung „pro Aldi“  am alten Bahnhof  ins Rollen gebracht würde.
Wie man weiß  hat Lidl, der andere große Discounter, ebenfalls neue Verkaufskonzepte entwickelt und auch bereits an vielen Standorten verwirklicht. Man darf also auf eine Reaktion von Lidl gespannt sein --  was dem einen recht ist, ist dem anderen billig! 

Der Platz am alten Bahnhof ist sehr zentral in unserer Stadt gelegen und wird für besondere Veranstaltungen gern genutzt. Ob ein Fest der Vereine, Jubiläen der Feuerwehr, Walpurgis, besondere Aktionen der Tagesförderbahn zum „Ottischacht“ und viele  andere Veranstaltungen, ist man froh über eine solche Nutzungsmöglichkeit zu verfügen. In harten Wintern wird diese Fläche auch zur Schneeablagerung genutzt. 

Sehen wir uns in unserer Stadt um, so finden wir an vielen Orten  nicht genutzte Läden, wie z.B. am Kreisel den ehemaligen Kontra-  bzw. Rewe Markt (seit 13 Jahren brachliegend), in der Innenstadt das leerstehende Kaufhaus Harthun (seit einem guten Jahr leer) um nur diese einmal zu nennen.

Die Expansion mancher Handelsketten scheint keine Grenzen zu kennen und man muss sich wirklich sehr gut überlegen, ob man sich zum Spielball der Handelsriesen machen lässt und den Platz am alten Bahnhof aufgibt.
Die Handelsketten ringen um Marktanteile und dafür ist ihnen jedes Mittel recht, auch wenn dadurch die  Innenstädte ausbluten!

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Aktuelles Thema zum Ausbau/Erweiterung des Museums mit Infozentrum zum Weltkulturerbe

Das Oberharzer Bergwerksmuseum soll aus - bzw. umgebaut werden um dessen Attraktivität zu steigern und wieder mehr Besucher anzulocken. Nicht nur das, sondern damit einhergehend ist in der Planung, das Welterbeinformationszentrum in den Räumlichkeiten der jetzigen Museumsgasstätte zu bauen. Der jetzige Pächter wird zum 31.12.2018 seinen Gastronomiebetrieb schließen und an anderer Stelle (im Ortsteil Clausthal) wieder öffnen.
Bitte nutzen Sie über den Button "Kontakt" die Möglichkeit, uns zu schreiben.

Der Spiegelthaler Kreis hat sich inzwischen dafür eingesetzt, Räumlichkeiten für Gastronomiezwecke rund um das zukünftige Welterbe und Museum zu finden. So haben wir den Keller unter der Museumsgaststätte gemeinsam mit einem Bauingenieur sowie anderen Fachleuten besichtigt, um Möglichkeiten einer Gastronomie aufzuzeigen. Es handelt sich um große Gewölbekeller, welche eine Chance dafür bieten würden. Allerdings wurde der finanzielle Rahmen für einen evtl. Investor als sehr hoch eingeschätzt , wobei die Küche dann aber im Erdgeschoss verbleiben müsste.
Es wurde alles wertfrei betrachtet und lediglich eine Machbarkeitsstudie abgeklopft.

Der Spiegelthaler Kreis hat weiterhin Besichtigungen des ehemaligen Winterhoffhauses, sowie des Eckhauses an der Bergstraße/Bornhardtstraße durchgeführt. In dem Eckhaus wurde bis vor einigen Jahren eine Kneipe mit "kleiner Gastronomie"geführt, wobei bis heute die Gasträume, Toiletten und kleine Küche noch vorhanden sind, aber nur bedingt sofort benutzbar wären. Der Besitzer hat uns im Gespräch deutlich gemacht, dass er gern einen Pächter dafür hätte und für Gespräche jederzeit zu Verfügung steht. Er signalisierte auch durchaus ein Entgegenkommen seinerseits bezüglich Instandsetzung und Höhe des Pachtzinses.
Auf jeden Fall böte sich hier die Möglichkeit in der Nähe des Museums und Welterbzentrums etwas gastronomisches anzubieten.
Weiterhin haben wir dort auch einen Gewölbekeller großen Ausmaßes gesehen. Gern stellen wir für Interessierte den Kontakt mit dem Besitzer her. Mail über Kontakt an den Spiegelthaler Kreis genügt.

 


Eine lange gemütliche Theke ist vorhanden


die über Eck geht


sowie einen Gastraum gibt es ebenfalls

 

 

 

Stellungnahme v. 31.07.2018 des Spiegelthaler Kreises zur Installation bzw. Bau eines  Welterbezentrums in Clausthal-Zellerfeld

Der Spiegelthaler Kreis möchte sich hiermit bei all denjenigen bedanken, die uns ihre Meinung zu diesem Thema haben zukommen lassen. Nach Recherchen und einem Vortrag  von Herrn Ulrich Reiff  M.A. - Wissenschaft/Leitung Oberharzer Bergwerksmuseum kommt der Spiegelthaler Kreis mehrheitlich zu folgenden Ergebnissen:

 

  • Wir unterstützen das Vorhaben das Welterbezentrum in Verbindung mit dem Oberharzer Bergwerksmuseum umzubauen.

  • Dies auch deshalb, weil wir der Meinung sind, dass  man nur so Synergien bei der Zusammenarbeit Bergwerksmuseum / Welterbe nutzen kann.

  • So bedauerlich es für viele Mitbürger auch sein mag die Räumlichkeiten der Museumsgaststätte dafür zu nutzen, muss der Gedanke zur Standortförderung im Vordergrund stehen.

  • Ziel muss es sein, den Standort Clausthal-Zellerfeld und das Weltkulturerbe zu fördern.

  • Das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege hatte als Antragssteller für das Welterbe bei der UNESCO durch Professor Dr. Reinhard Roseneck (mit einem großem Team und Einzelpersonen dahinter) vor über 10 Jahren für das Welterbe bei der UNESCO geworben.  Der Erfolg war, dass dann wesentliche Teile des Kulturdenkmals "Oberharzer Wasserregal" am 1. August 2010 als ein "Meisterwerk der menschlichen Schöpfungskraft" unter dem Namen "Oberharzer Wasserwirtschaft" zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
    Da es mit der Verleihung des Titels (dank des Antrages des Landes Niedersachsen!) eine Verpflichtung zum Erhalt des Denkmals in seiner Gesamtheit gibt, kann man es nicht allein der Kommune bzw. dem Landkreis aufbürden, finanziell  diese große Aufgabe zu schultern, was auch definitiv nicht machbar wäre.

  • Damit die Finanzierung des Vorhabens für die Berg- und Universitätsstadt im machbaren Rahmen bleibt, muss man die Landesregierung in die Pflicht nehmen (diese hatte ja seinerzeit auch den Antrag  gestellt!) und Zuschüsse bekommen.

  • Aus diesem Grund muss es zumindest zu einer Grundsatzentscheidung „pro Welterbezentrum“ im Ortsteil Zellerfeld seitens des Rates der Bergstadt kommen, da sonst die Anträge für die Planung nicht rechtzeitig in die Wege geleitet werden können und das gesamte Projekt ohne Clausthal-Zellerfeld stattfindet!

 

 


Das Bild zeigt das Ensemble der denkmalgeschützten Häuser in der Bornhardtstraße.
Links das Winterhoff'sche
Haus, in der Mitte das Museum und rechts die Museumsgaststätte.